Auch die Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (AJS) untersteht mit ihrem Angebot für benachteiligte Jugendliche einem Wandel. Seit 2012 ist zu beobachten, dass sich die AJS der steigenden Zahl der am stärksten benachteiligten jungen Menschen in qualitativer und auch quantitativer Hinsicht zuwenden muss.

Die Angebote der AJS für diese jungen Menschen müssen konzeptionell weiterentwickelt und die Formate angepasst werden. Vor allem auf die Niedrigschwelligkeit des Zugangs der Zielgruppen und die Anschlussfähigkeit an die Möglichkeiten und Angebote der Wirtschaft muss eingegangen werden. Auf diesem Hintergrund hat die LAG JSA eine Studie in Auftrag gegeben. Die drei Forschungsberichte im Rahmen des Gesamtprojekts „Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit“ der LAG JSA, finanziert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, liegen nun vor. Sie befassen sich mit den Fragen:
Niedrigschwelligkeit: Wie kann man die niedrigschwelligen Angebote in der AJS ausbauen, um die nicht erreichbaren jungen Menschen anzusprechen und zu aktivieren und sie langfristig beruflich zu qualifizieren?

Assistierte Ausbildung: Wie kann man unter den veränderten Arbeitsmarktbedingungen die Kooperation mit der Wirtschaft/den Betrieben intensivieren, um benachteiligten jungen Menschen zu ermöglichen, erfolgreich auf dem ersten Ausbildungsmarkt eine Ausbildung zu absolvieren?

Handlungsbefähigung: Wie unterstützen Angebote der AJS Jugendliche und junge Erwachsene bei der Entwicklung jener Fähigkeiten, die sie anschließend für ein möglichst selbstbestimmtes Leben benötigen?

Die Ergebnisse der Untersuchungen finden Sie hier:

AJS- IPP-Bericht_Handlungsbefähigung

AJS_IPP-Bericht_Niedrigschwelligkeit

AJS_IPP-Bericht_Assistierte_Ausbildung

In der Studie „Ausgegrenzte und schwer erreichbare junge Menschen in Bayern – Methoden und Zugangskonzepte“ hat man einen Blick auf die jungen Menschen geworfen, die sich unterhalb der Mittelschicht bewegen, die gesellschaftlich ,Abgehängten’ und ,Entkoppelten’. Diese Jugendlichen nehmen „häufiger riskante und kurzzeitige Problemlösungsstrategien wahr als auf Angebote der Jugendhilfe zurückzugreifen“ und die Re-Integration der Jugendlichen wird durch ihr destruktives Problemlösungsverhalten enorm erschwert. So besteht die Annahme, dass diese ursprüngliche Randgruppe von jungen Menschen kontinuierlich wächst und mit den bestehenden Strukturen und Konzepten der Jugendsozialarbeit nicht ausreichend erreicht werden kann. Daraus ergibt sich für die Jugendsozialarbeit die Aufgabe eines konzeptionellen und methodischen Entwicklungsbedarfes, um gerade diese Jugendlichen zu erreichen. Die komplette Studie finden Sie hier:

AJS Ausgegrenzte Jugendliche